Das projekt

Vision, Konzept & Ziele

Lesen Sie in anderen Sprachen: SpainUnited Kingdom(Great Britain)FranceSpainItalyNetherlands

Vision, Konzept & Ziele

FoTRRIS zielt darauf ab, einen Übergang der bestehenden Forschungs- und Innovationssysteme zu einem System, das verantwortungsvolle Forschung und Innovation ins Zentrum stellt, zu fördern. Trotz der Verfügbarkeit riesiger Mengen an wissenschaftlichen Erkenntnissen und technischem Know-how, lässt die Nachhaltigkeitsleistung der wissensbasierten Ökonomie zu wünschen übrig. Da Wissensproduktion nach wie vor auf einem top-down-Ansatz basiert, kann das Potential an verfügbarem Wissen und dessen Anwendung nicht voll ausgeschöpft werden.

Das Konzept von RRI wurde entwickelt, um Herausforderungen, mit denen sich das Forschungs- und Innovationssystem konfrontiert sieht, besser zu meistern. Der niederländische Agrarwissenschaftler und Philosoph René von Schomberg definiert RRI als “a transparent, interactive process by which societal actors and innovators become mutually responsive to each other with a view to the (ethical) acceptability, sustainability and societal desirability of the innovation process and its marketable products (in order to allow a proper embedding of scientific and technological advances in our society)” [1]. Es geht also um einen transparenten, interaktiven Prozess, in dem gesellschaftliche Akteure gemeinsam mit Innovator*innen Innovationsprozesse und daraus hervorgehende Produkte mit Blick auf ihre (ethische) Akzeptanz, Nachhaltigkeit und die gesellschaftliche Erwünschtheit reflektieren, um eine bessere Einbettung von wissenschaftlichem und technologischem Fortschritt in die Gesellschaft zu gewährleisten.

Die Implementierung von RRI ist jedoch kein einfacher Prozess. Aufgrund von strukturellen und kulturellen Barrieren ist es für Forscher*innen und Innovator*innen nicht immer einfach, RRI in der Praxis umzusetzen. Hier will FoTRRIS ansetzen.

[1] von Schomberg in Responsible Innovation (2013)

Das FoTRRIS Co-RRI-Konzept

Das RRI Konzept von FoTRRIS folgt weitgehend der Definition von René Von Schomberg, allerdings möchten wir besonderes Augenmerk auf die kooperativen Aspekte im Zusammenhang mit Forschungs- und Innovations-Prozesse legen, was durch das Präfix “co-” unterstrichen wird. In einer möglichst inklusiven Vorgangsweise, die die Einbeziehung unterschiedlicher Sichtweisen auf eine Problemlage ermöglicht, sollen verschiedene Lösungsansätze für ein gegebenes Problem ins Auge gefasst werden.

Eine weitere Besonderheit des FoTRRIS-Projektes liegt in der Auseinandersetzung mit sogenannten ‘glokalen‘ Herausforderungen. Wenngleich viele gesellschaftliche Herausforderungen globaler Natur sind, so manifestieren sie sich in einer Weise, die von lokalen bzw. regionalen Bedingungen beeinflusst wird. Es geht im Kontext ‘glokaler’ Herausforderungen darum, eine Problemlage gesamtheitlich unter Berücksichtigung lokaler Besonderheiten zu betrachten.

FoTRRIS möchte effiziente und effektive Methoden entwickeln, die helfen sollen solche Herausforderungen in Co-RRI-Manier anzugehen. Unsere Methodik stützt sich auf die Einrichtung sogenannter „RRI-Werkstätten“, in denen sich Menschen zusammenfinden, die daran interessiert sind Forschungs- und Innovations-Projekte zu konzipieren, um glokalen Herausforderungen gemeinsam gegenüber zu treten. Unterstützt werden diese Pilot-Co-RRI-Experimente von sogenannten ‚RRI-Kompetenzzellen‘, also von Expert/innen, die den Prozess koordinieren und begleiten und ihr RRI-Methoden Knowhow an die Werkstätten Teilnehmer/innen weitergeben. Die Planung und Steuerung des Prozesses erfolgt systemorientiert in Anlehnung an die Stage-Gate-Methode. Um die Zusammenarbeit der RRI-Werkstätten-Teilnehmer*innen zu unterstützen, stellt FoTRRIS auch eine Online-Plattform zur Verfügung.

Die Co-RRI-Experimente werden in 5 Ländern, in Österreich, Belgien, Ungarn, Italien und Spanien, durchgeführt. Diese Pilot-Experimente dienen dazu, effiziente und effektive Methoden und Werkzeuge für die Umsetzung von Co-RRI Aktivitäten unter Beteiligung von Wissenschafter/innen, Bürger/innen, und Vertreter/innen aus Wirtschaft und Politik zu entwickelt, auszuprobieren und zu evaluieren. Die daraus gewonnen Erkenntnisse werden im Rahmen von Workshops an weitere Interessierte weitergegeben und fließen in die Erstellung von Trainings- und Support-Materialien. Diese umfassen beispielsweise ein Starter-Kit mit ausführlichen Erläuterungen zu Co-RRI-Methoden, Anleitungen zur Nutzung der Online-Plattform, sowie Leitlinien zur Initiierung und Organisation von Kompetenzzellen und RRI-Werkstätten.

FoTRRIS Prozess

Process-DE

ÜBERGANG ARENA STARTER-KIT

Am Ende des Projekts, Trainings- und Support-Materialien werden auf der FoTRRIS Website öffentlich zugänglich gestellt, so dass jede Person oder Gruppe einen „Übergang Arena“ auf ihrer Stufe umsetzen können. Das Starter-Kit umfasst ausführliche Erklärungen zu FoTRRIS-Methoden, Anleitungen zur Nutzung der Online-Plattform sowie Leitlinien zur Initiierung und Organisation von Kompetenzzellen.

WO WIR GERADE IM PROJEKT SIND…

Co-RRI Konzeptarbeit

70%

Konzeption der RRI-Werkstätten & Kompetenzzellen

70%

Entwicklung der Online Plattform

100%

Co-RRI-Experimente

80%

Evaluierung der Experimente & Wissenstransfer Workshops

80%

Erarbeitung politischer Empfehlungen & Trainings-Materialien

50%